Gmeinschaftswärk Riehen-Bettingen

Büromorgen: neben mir klingelt das Telefon und ich nehme es ab. „Grüezi! Ich habe ihren Beitrag am Fernsehen gesehen. Ihr wohnt so schön, und was die Frau da gesagt hat, sie hat so recht. Ich fühle mich oft so isoliert. Es geht mir nicht mehr gut, seit mein Mann gestorben ist. Und mit Corona ist alles nur schwieriger geworden. Hätten Sie nicht eine Wohnung für mich frei“?

Solche Anrufe, Karten oder Mails erreichen mich viele. Oft sind unsere Wohnungen besetzt  und beim näheren Hinschauen wäre unser Gemeinschaftshaus auch nicht die beste Lösung.

Oft genug mangelt es auch einfach an genügend Kontakten, am Gefühl, irgendwo zugehörig zu sein und gebraucht zu werden. Angebote zum Mitmachen gäbe es ja viele in der Stadt und auch in Riehen. Nur: wie findet man das Passende?

Gerade dann, wenn man wenig mit dem Computer am Hut hat oder die ergoogleten Angebote einem nicht verraten, wie seriös sie sind und ob sie halten, was sie versprechen? Was, wenn der Mut fehlt, anzurufen und sich bemerkbar zu machen? Was, wenn die Bemühungen im Sand verlaufen sind?


Kerstin Engel, Hausleiterin in einem der Häuser der Offenen Tür und ich beschäftigen uns seit längerem mit dieser Thematik.

 

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Eines ist sicher: Aus lauter Entmutigung allein zu bleiben, ist auch keine Lösung. Denn Einsamkeit schädigt auf die Dauer die Gesundheit. Persönliches Unwohlsein und gesellschaftlich gesehen steigende Gesundheitskosten sind die Folge davon. Deshalb starten wir einen Sommer lang eine Initiative und wollen bewusst Menschen besuchen, die ihrer Einsamkeit den Kampf ansagen wollen. Wir hören zu, suchen nach Interessen und gemeinsam nach Möglichkeiten, die Situation zu verbessern. Bis sich das Leben wieder etwas besser anfühlt. Fühlen Sie sich angesprochen? Im Flyer entnehmen Sie die Kontaktinformationen. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

 

Das „Gmeinschaftswärk-Team“: 

Irene Widmer und Kerstin Engel, Ruth Balsiger, Mechthild Bücker, Annamengia Ganther,  Kathi Kaldewey,  Irène Leuenberger, Ruth Wenk und weitere Unterstützende.